Pohlheim  CS:GO  id:  8038288

Name Pohlheim
Shorthandle Pohlheim
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Homepage http://www.pohlheim.de/
Headquarters  Germany / Pohlheim
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Der Name der Stadt (mit 6 Stadtteilen) soll an ein untergegangenes Dorf innerhalb des Gemarkungsbereiches erinnern und leitet sich über das althochdeutsche Pfahl (mundartlich "Pohl") vom lateinischen palus ab und deutet damit auf die Nähe des Limes hin, der mitten durch das heutige Stadtgebiet verlief. Jenes Dorf, Alt-Pohlheim, wurde im Jahr 793 im Lorscher Güterverzeichnis erwähnt.

Die am 1.1.1971 entstandene Gemeinde und heutige Stadt Pohlheim mit ihren Stadtteilen Dorf-Güll, Garbenteich, Grüningen, Hausen, Holzheim und Watzenborn-Steinberg liegt etwa 6 km südöstlich der Universitätsstadt Gießen, am Nordrand der Wetterau. Dorf-Güll, Grüningen und Holzheim sind die (historisch-belegbar) ältesten Stadtteile und werden in den Eintragungen des Lorscher Kodex zwischen 790 und 799 genannt.


Aus dem Text der Stiftungsurkunde des Klosters Arnsburg des Jahres 1151 geht hervor, daß sich zu dieser Zeit in Grüningen eine Mutterkirche befand. Zu ihrem Kirchspiel gehörten Holzheim, Bergheim, Dorf-Güll und Hofgüll. Garbenteich, auf der sogenannten Gießener Schwelle gelegen, wird im Jahre 1141 erstmals als Garwardiseich (zu den Eichen des Garwart) genannt und war bis 1442 Gerichtsort.

Dorf-Güll gehörte später zum Holzheimer Gericht der Solmser Herrschaft, die nach der Reformation auch die Gerichtshoheit im Bereich des Klosters Arnsburg beanspruchte. Am Wege von Grüningen nach Dorf-Güll ist heute noch ein alter Brunnen zu sehen, in dessen Nähe die Grundmauern des ehemaligen Dorfes Bergheim stehen. An diesem Brunnen fand noch Anfang des 18. Jhs. das Brunnengericht statt. In einem Bericht des Holzheimer Schultheißen Friedrich Feccius vom Jahre 1709 heißt es: »Jedes Jahr, montags nach Michaelis, versammeln sich die Gemeinden Grüningen und Holzheim bei einem Brunnen, wo unter dem Vorsitz mehrerer Schöffen ohne Richter über geringe Feldfrevel geurteilt und der Flurschütz für zu Bergheim bestätigt wird. Von dem Local hat dieses Gericht den Namen »Brunnengericht«. Über die Entstehungsgeschichte Hausens ist wenig bekannt. Die Siedlungsform (fränkisches Dorf) und der Name Hausen deuten auf eine karolingische Siedlung des 8. Jhs. hin. Die zum Gleiberger Besitz gehörende Gemeinde erscheint urkundlich 886, wird aber auch in einer Schenkungsurkunde für das Kloster Schiffenberg im Jahre 1284 erwähnt. Zu diesem Zeitpunkt war Hausen bereits Pfarrdorf mit eigener Kirche und einem Pfarrer.

Watzenborn gehörte, zusammen mit Garbenteich, Steinbach und den untergegangenen Orten Erlebach, Cotthen und Fronebach, zu den 6 Dörfern der Gräfin Clementia von Gleiberg, die diese im 12. Jahrhundert im Wiesecker Wald roden ließ. Clementia gründete im Jahre 1129 das Kloster Schiffenberg. Die Entstehung Watzenborns, wie auch die spätere Besiedlung des Ortes, ist eng mit der Geschichte dieses Klosters verknüpft. Der Ortsteil Steinberg entstand im Jahre 1319 durch den Zusammenschluß der 1288 genannten Siedlungen Nieder- und Obersteinberg.
Die Watzenborner unterhielten zusammen mit Steinberg 1606 eine eigene Pfarrei. Zwischen Watzenborn und Grüningen kam es 1797 zu einem Gefecht zwischen österreichischen und französischen Truppen, in dessen Verlauf die österreichischen Husaren den französischen General Ney gefangennahmen.
Pohlheim zählt 17.580 Einwohner und erhielt am 21. Sept. 1974 die Stadtrechte. Das Notensymbol in dem neuen Wappen weist auf die rege Sängertätigkeit in der Stadt Pohlheim mit insgesamt 20 Gesangvereinen und mehr als 30 Chören hin.


Hausen

Ersterwähnung 886. Ausgrabungen in der Hausener Kirche bringen Grundmauern einer romanischen Kapelle, etwa aus dem Jahr 1000, zum Vorschein. In Urkunden von 1284, 1285, 1288, 1308 und 1343 wird Hausen schriftlich erwähnt. 1353 kam Hausen an Hessen. Es gehörte bis 1821 zum Amt Hüttenberg. 1821 wird Ludwig Hofmann erster Hausener Bürgermeister. Gegen Ende des 16. Jhd. Bestand bereits eine Schule. Um 1600, 1897/1898 und 1969 wurde die Kirche umgebaut und renoviert. 1838 wurde der Schiffenberg nach Hausen eingepfarrt, 1869 die Lahn-Kinzig-Bahn in Betrieb genommen, 1892 der heutige Friedhof eingeweiht. 1897 baute Straßenmeister Bischof die Hausener Zigarrenfabrik. 1905, Einweihung des Schulhauses in der Alten Gießener Straße. 1909 wurde Wasserleitung und Kanalisation in Betrieb genommen, in 1913 elektrisches Licht. 225 Heimatvertriebene wurden 1946 aufgenommen. Die Hedwigskapelle 1959 eingeweiht. Am 1.1.1971 wurde Hausen Teil der Großgemeinde Pohlheim, ab 1974 Stadtteil. 1973, Einweihung des Kindergartens. Flurbereinigung 1976 abgeschlossen, Einweihung des Bürgerhauses am 29.9.1978. Im Jahre 1986, vom 3.5.-1.9., Jubiläum 1100-Jahre Hausen.